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Roger's - Multi Media Blog


18. August 2016

No Man’s Sky

Nein, dies ist kein Game-Review des endlich erschienenen und nun kontrovers diskutieren PS4/PC Spiels. Ich bin der gleichen Meinung wie Guido Berger: «No Man’s Sky» ist ein Vorbote der Zukunft. Alle Spiel Inhalte sind durch Algorithmen und regelbasierten Zufall generiert.

No Man's Sky

So könnten Spiele (und Filme) in Zukunft tatsächlich produziert werden. Wenn der gegenwärtige Hype der VR-Brillen Bestand haben soll, sind computerbasiert generiert 3D Inhalte noch mehr gefragt, ob mit Zufallszahlen oder nicht. Wachen wir auf in der virtuellen Realität.

Vulkane 3D

Mich erinnert «No Man’s Sky» sehr an Elite, das ich in den 80’er erst auf dem C64 und dann auf dem Atari ST extensiv gespielt habe. Auch hier wurde mit einem Pseudozufallszahlengenerator mit festen Startwerten insgesamt 2000 Planeten erzeugt. Übrigens gibt es hiervon eine neue Version, Elite Dangerous, mit 400 Milliarden Planeten. Selbstverständlich auch zufallszahlenbasiert.

Elite: Dangerous

Was mich bei «No Man’s Sky» erstaunt, dass nicht noch mehr in die Algorithmen-Kiste gegriffen wurde, um fraktale Landschaften zu erschaffen…

Fractal Landscape

…oder Städte zu bauen, wie dieses Beispiel mit Blender City Generator v0.4 zeigt.

Blender City Generator

Beim Soundtrack hat man auf die traditionelle Karte gesetzt und die Post/Math Rock Band «65daysofstatic» engagiert. Mit viel Computer Unterstützung haben sie den Sound kreiert.

65daysofstatic Debutante

Allerdings hätte man auch hier auf algorithmische Komposition setzen können. Lerdahl und Jackendoff haben eine «musikalische Grammatik» entwickelten, die sich in algorithmischer Komposition umsetzen lässt. Dieses Beispiel zeigt dies es schön.

CG Jazz

Ich gebe aber zu, die algorithmische Komposition steckt noch in den Kinderschuhen…

27. Juni 2016

Siggraph 2016

Es gibt wieder coole Dinge zu sehen an der Siggraph 2016

Siggraph 2016

Hier noch ein paar Zahlen…

Siggraph 2016 by numbers

…auch letztes Jahr war sie ein Knaller.

31. Januar 2016

Zero One

.01 mm ist die Wandstärke des Produkts, dass Okamoto Industries Inc. Tokio vertreibt. Kota Morie von Transistor Studio Co., führte die Regie bei diesem Werbespot:

Zero One Dinosaur Edition

Das lässt das Aussterben der Dinosaurier in einem ganz anderen Licht erscheinen. Hier gibt’s den Spot “Okamoto Zero One – Dinosaur Edition” in der Originalversion.

Okamoto Industries hat eine Webseite für dieses Projekt erstellen lassen: lovers-labo.jp. Das nächste Projekt ist schon in der Pipeline: Zero One Belt. Für das lesen der Webseite sind allerdings etwas Japanisch-Kenntnisse nötig 😉

Transistor Studio Co., nicht zu verwechseln mit Transistor Studios, wurden 01.05.1997 in Tokio gegründet und produziert Animes, Musik Videos, Teasers, Werbung, Animationen und vieles mehr. Hier ihr Showreel 2015:

Transistor Studio Showreel 2015

 

 

15. Dezember 2015

Noch kein Weihnachtsgeschenk?

Kein Problem – falls Sie einen 3D-Drucker haben. Thingiverse hat einige coole Vorschläge, was man sich noch schnell ausdrucken kann.

Mein Favorit ist die Digital Sundial – eine „digitale“ Sonnenuhr.

Digital Sundial

Ebenfalls originell und praktisch ist der Tower of PI – ein Bleistifthalter.

Tower of PI

Fehlt eine helfende Hand? Drucken Sie sich ein EEZYbotARM – der Greifarm benötigt noch eine Arduino-Steuereinheit und ein paar Servo-Motoren. Fertig!

EEZYbotARM

Fröhliche und unterhaltsame Weihnachten!

 

16. November 2015

Rückblick Siggraph 2015

Die diesjährige Messe fand wieder in Los Angeles vom 9. bis 13. August statt. Selbstverständlich haben die grossen Firmen, wie Maxon oder Autodesk, ihre neusten Produkte gezeigt, wobei VR der grosse Renner war.

Siggraph 2015 Dailies

Teil der Siggraph war natürlich wieder das Computer Animation Festival. Das Electronic Theater präsentierte eine Mischung der besten Arbeiten in Computergrafik der letzten 12 Monaten. Besonders gefallen hat mir aus der Kategorie Computer Animation Shorts:

Kite von Gavin Moran – Epic Games, Inc. Ein kleiner Junge versucht verzweifelt, seinen kaputten Drachen wieder einzufangen.

Kite

und L3.0 (auch Leo der Roboter genannt) von Alexis Decelle, Cyril Declercq und Vincent Defour – ISART Digital. Im postapokalyptischen Paris lebt(?) L3.0 ein einsamer kleiner Roboter, der eigentlich nur jemanden braucht, der mit ihm spielt.

Leo der Roboter

Es ist ein ernster Film, hat aber einen genialen Schluss. Dieser Kurzfilm hat den Best Student Project Award gewonnen.

10. September 2015

Ars Electronica 2015

Die Ars Electronica 2015 fand dieses Jahr vom 3. – 7.  September wie immer in Linz statt. Das Thema dieses Jahres war „Lebensräume für das 21. Jahrhundert„. Hier gibt’s Impressionen:

Impressionen Ars Electronica 2015

Teil der Ars Electronica war natürlich auch das Animation Festival. Insgesamt 722 Animationen von KünstlerInnen aus 58 Ländern wurden eingereicht. Auf 13 Programmschienen wurden die besten gezeigt. Alexandra Verhaest gewann für ihre Arbeit „Temps Mort / Idle Times“ die Goldene Nica in der Kategorie Computer Animation / Film / VFX.

Temps Mort / Idle Times

Interessant…

8. September 2015

Cosmos Laundromat

Die Blender Foundation hat nach Tears of Steel, Sintel, Big Buck Bunny und Elephant’s Dream einen neuen 3D Animationsfilm veröffentlicht: Cosmos Laundromat. Die Hauptfigur ist das suizidale schwarze Schaf Franck.

Franck

Der etwa zehn Minuten dauernde Kurzfilm ist sehr aufwendig und künstlerisch schön gestaltet. Selbstverständlich mit Blender. Es ist erstaunlich was mittlerweile alles möglich ist mit diesem Tool.

Franck und Victor

Cosmos Laundromat ist als Serie angelegt. Der jetzt veröffentlichte Kurzfilm mit dem Untertitel „First Cycle“ ist lediglich der Pilotfilm zu Francks aussergewöhnlichen Abenteuern.

Übrigens mit der kostenpflichtigen Blender Cloud erhält man Zugriff auf alle Ressourcen des Filmes sowie exklusives Trainings-Material.

 

29. Juli 2015

Lytro Illum

Seit Ostern bin ich Besitzer einer Lytro Illum. Es wird Zeit über die ersten Erfahrungen zu schreiben.

Lytro Illum

Das erste, das auffällt: Sehr viel Zubehör (Streulichtblende, ND-Filter, Mikrofasertuch für den Touchscreen, etc.) alles einzeln verpackt, aber kein Handbuch. Video-Tutorials sind angesagt und seit Anfang Juli gibt es ein PDF-Manual 2.0, das auch Manual nennen darf.

Die Lytro Illum ist eine plenoptische Kamera, auch Lichtfeldkamera genannt, und erfasst das 4-D-Lichtfeld eines Motivs. Damit kann man Aufnahmen mit einem Perspective Shift („anfokussieren“) machen. Aber einfach draufhalten und abdrücken, funktioniert mit dieser Kamera gar nicht. Das Motiv muss gut ausgewählt sein. Eines meiner ersten Bilder war das hier:

Betreten verboten

Das Bild stammt übrigens von einer Bushaltestelle.

Bushalt

Ja, das ist eine Bushaltestelle. Ein Künstlerkollektiv aus der ganzen Welt hat in Vorarlberg das Projekt BUS:STOP umgesetzt.

Ich gebe allerdings zu, das Bild war ein glücklicher Zufall. Es muss nämlich mehrere Ebenen aufweisen, welche die Kamera auch erkennt. Mit der Desktop Applikation lassen sich auch Animationen machen, wie die hier:

Statue

Nicht zuletzt lassen sich mit der Lytro Illum auch kleine Photo Parallaxe erstellen. Es erscheint der Eindruck, man könne hinter das Motiv schauen.

Stillleben

Etwas spezielles ist auch die Wi-Fi-Connection zu iOS-Geräten. Mit der iOS App kann man auf Reisen direkt die Bilder in einem angenehmen Format betrachten und bearbeiten, wenn auch nicht so intensiv, wie mit der Desktop Applikation. Nur auf dem eigenem Blog kann man das Anfokussieren nicht selbst umsetzen, dazu wird ein Gratis Account bei Lytro benötigt.

Blumen in Bern

Für kreative fotografische Gemüter oder professionelle Bildgestalter fürs Web ist die Lytro Illum als Zweitkamera einen Versuch wert und mehr als bloss ein Spielzeug. Eine „normale“ Kamera kann sie aber nicht ersetzen.

 

18. Mai 2015

Siggraph 2015

Es gibt wieder coole Dinge zu sehen an der Siggraph 2015

SIGGRAPH 2015

Auch letztes Jahr in Kanada war sie ein Knaller.

10. Oktober 2014

Rückbilck Siggraph 2014

Die diesjährige Messe fand nicht etwa (wie 2013) in Kalifornien, sondern in Kanada statt. Vom 10. bis 14. August trafen sich 14’000 Forscher, Computerspiele-Experten, Entwickler, Filmtechniker, Künstler und Studenten aus 75 Ländern in Vancouver, um die neuesten Trends zu begutachten.

siggraph_2014_dailies

Teil der dreitägigen Konferenz war auch das Computer Animation Festival, gesponsert von den Walt Disney Animation Studios.

sigggraph_2014_1

Übrigens, auch ein Projekt der Zürcher Hochschule der Künste, Birdly, war an der Siggraph zu sehen.

birdly